immer in Bewegung bleiben

Alle Ziele erreicht….Wettkampfbericht Hamburg DM Marathon


Stimmt doch gar nicht mögen jetzt manche denken. Eigentlich hat er doch „nur“ sein Minimalziel erreicht. Und gleich vorne weg: ja ich ärgere mich über die 15 Sekunden und nein ich ärgere micht gar nicht über die 15 Sekunden.

Mein Minimalziel habe ich maximal ausgeschöpft: Meine neue persönlich Bestzeit im Marathon steht nun bei 02:40:15. Mehr war einfach nicht drin. Und um diese Zeit zu erreichen musste ich schon einenn Ritt auf Messers Schneide hinlegen. Nüchtern betrachtet war ich natürlich einfach zu langsam. Warum? Na ja, weil ich nicht schnell genug war. Allerdings habe ich mich noch nie so wenig über das „nicht Erreichen“ eines angestrebten Ergebnisses geärgert wie gestern. Direkt nach der Ziellinie hatte ich schon ein Lächeln auf dem Gesicht und wurde auch gleich von einem Asics Betreuer herzlich beglückwünscht zur tollen Zeit. Was die wert war dämmerte mir schon unterwegs. Ab der Halbmarathonmarke hat mich glaube ich kein anderer Athlet mehr überholt, und desto näher ich der Ziellinie kam umso mehr vor mir Laufende konnte ich einsammeln. Zum Rennverlauf:

Gleich vom Start weg ging mächtig die Post ab. Wie geplant hatte ich recht schnell eine Gruppe gefunden die in etwa das Tempo lief wie ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings waren da wohl der ein oder Andere dabei die diese Tempo nicht ganz mitgehen konnten. Immer wieder setzten sich zwei drei Mann nach vorne hin ab und ich klemmte mich schön in den Windschatten. Das hatte allerdings zur Folge dass zumindest auf der ersten Hälfte kein gleichmäßiges Tempo zu Stande kam. Die km-Splits schwankten zwischen 3:38 und 3:53. Hinzu kam dass der ein oder Andere km schlecht aufgestellt war. Mir war das wurscht(Garmin sei Dank). Allerdings kam es schon vor das mein Führungsläufer nervös wurde und plötzlich bei km 17 mächtig anzog um bei km 18 festzustellen dass die Streckenangaben wohl falsch waren. Nach kurzem Plausch hatten wir das dann aber auch geklärt…Etwa zur Halbzeit wurde die Gruppe merklich langsamer und ein auflaufender Athlet (Thomas Danke noch mal für die sensationelle Führungsarbeit) ging an uns vorbei. Außer mir war dann nur ein weiterer Mitstreiter in der Lage diesem zu folgen. Ab km 35 waren wir dann aber letztlich die letzten beiden Übriggebliebenen der anfänglich  5-7 köpfigen Truppe. Gemeinsam sammelten wir einen nach dem Anderen vor uns Laufenden ein. Da hatten wir uns bereits kurz ausgetauscht und hatten beide die SUB 2:40 im Auge. Das das aber sehr eng werden würde wurde uns von km zu km deutlicher. Trotz maximaler mentaler und körperlicher Anstrengung rinnen uns die Sekunden km um km davon. Bei mir lag das vor allem an der Topographie der Strecke. Die letzten 12 km ging es immer wieder, zwar nur leicht, aber doch merklich, bergauf. Das kann einem schon das Genick brechen. Was Thomas letztlich auch geschah. Für mich völlig unerwartet und abprupt blieb er bei km 39 oder 40 einfach stehen. Ich konnts nicht fassen und schrie ihn an. Komm was is los auf gehts lauf weiter. Er schüttelte nur den hängenden Kopf und winkte ab. Letztlich kam er dann ne gute Minute nach mir ins Ziel. Dort haben wir uns dann gegenseitig beglückwünscht und waren letzlich doch beide sehr zufrieden.

Der Lohn der Mühen war dann tatsächlich ein Platz unter den besten 10 meiner AK. Das war alles andere als erwartet bei der Klasse die dort am Start war. Zusätzlich darf ich mich noch den 44schnellsten Marathonläufer Deutschlands in 2011 nennen. Und Platz 63 bei ca. 16000 Läufern ist ja auch nicht so schlecht.

Angetreten mit dem Versuch mit der Mannschaft einen Treppchenplatz zu erringen hatten wir im Ziel eigentlich nicht mehr damit gerechnet diesen auch erreicht zu haben. Stunden später haben wir dann aber erfahren dass es doch gereicht hatte. Zusammen mit Jogi und Uwe darf ich mich jetzt also stolz mit der Bronzemedallie für die Mannschaft in der AK 40 im Marathon schmücken… So darfs ruhig weitergehen…

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Eine Antwort

  1. Der GLÜCKWUNSCH!!!!!!!!!!!!!!!!…kommt zwar spät aber besser spät als nie 😉

    Juni 22, 2011 um 6:32 pm

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