immer in Bewegung bleiben

DNF (Did Not Finish)


So nüchtern ging mein heutiges Rennen aus.

Die gute Nachricht: Mir gehts wieder gut. Allerdings war das heute alles Andere als lustig. Aber der Reihe nach. Am See angekommen waren wir alle noch frohen Mutes. Trocken und kaum Wolken am Himmel. Schwimmen lief dann so o la la, aber egal. Da Regen gemeldet war hatte ich mir gestern noch schnell eine Windstopperweste und Handschuhe gekauft. Inklusive Armlingen gings dann alo auf die Radstrecke. Bereits nach wenigen Kilometern gings dann los. Regen satt und kalt. Immerhin hatten wir zunächst noch Rückenwind. Bedeutete aber auch dass der dann ab Bad Nauheim von vorne kam. Bereits bei km 50 war ich so kalt und durchnässt dass ich Mühe hatte mein Rad auf Kurs zu halten. Ich zitterte am ganzen Körper und die Zähne klapperten dass mir um meine Blomben bange wurde. Das ging so ca. 2 Stunden. Erst dann ließ der Regen nach aber da wars um mich schon geschehen.

Der Wind tat sein Übriges und gegen Ende des Radelns war meine letzte Hoffnung dass es beimLaufen dann besser geht. Ging es nicht. Die „Nähmaschine“ hatte leider einen Totalschaden. Der war zwar nicht muskulär und auch nicht mental sondern Bronchial bedingt. Soll heißen ich bekam keine Luft. Sobald ich insLaufen überging und mein Sauerstoffbedarf stieg ereilte mich eine akute Atemnot inklusive kompletter Übersäuerung meier Muskulatur.

Bei km 9 war dann Schluss. Zum Wohle meiner Gesundheit traf ich die wohl härteste Entscheidung meiner bisherigen Ironmanlaufbahn. Die Zeit wäre mir völlig wurscht gewesen. Nur wollte ich unbedingt ankommen. Ständig geisterte mir der Spruch im Hirn rum DNF is not an Option der überall zu lesen war. Für mich war dass dann allerdings sehr wohl die letzte Option. Bei km 8 stand ich heulend an der Laufstrecke und entschied mich für meine Gesundheit.

Schließlich will ich noch so manchen Ironman bestreiten und nach Kona würd ich auch noch mal gerne. 2013 gibts den nächsten Versuch!

Vicky war auch mehr als froh über meine Entscheidung und hätte mich wahrscheinlich auch gar nicht mehr weiterlaufen lassen. Jetzt freuen wir uns beide dass wir die bereits gewechselten 650 US $ in New York auf den Kobb hauen können.

So nun seid ihr mal im Bilde, ich gönne mir jetzt ne Pizza und ein Glas Rotwein.

Hang loose

Manni

Advertisements

7 Antworten

  1. Manfred

    Harte Entscheideung! – Aber Respekt Manni, rechtzeitig zu stoppen ist nämlich viel schwerer als sich bis auf die Trage der Sanis oder schlimmer ..- zu laufen.

    Mir gings heute ähnlich, allerdings bin ich in Niedernberg gestartet, obwohl ich wußte, dass mit DER WAADE(kinks) kein Laufen möglich war…hab kaum vom Wasser bis zum Fahrrad geschafft….aber 100m kann mal zu Nor Humpeln die 6 km hab ich mir aber nicht angetan….ansonsten war der Churfranken heute ideal.
    Wasser warm trotz Badehose und ganz wenig Regen….der Lauf ..für die anderen…war danntrocken, wenn auch windig. always blue skies.
    Manfred

    Juli 24, 2011 um 8:09 pm

  2. Peter

    Ich kann gut nachvollziehen , was das gestern für ein Rennen war (siehe Roth 2008).
    Wenn man nicht mal mehr fähig ist zu schalten oder zu bremsen, hört der Spaß auf.
    Nach dem Ironman ist vor dem Ironman…

    Gruß
    Peter

    Juli 25, 2011 um 8:02 am

  3. Harry

    Hi Manni,

    Kopf hoch. Wir standen zusammen mit Birgit an der Gerbermühle und hätten Dich fast nicht erkannt!! Birgit ist dann ja noch ein Stück mit Dir gegangen, dann hat Vicky angerufen und gefragt ob Du schon vorbei bist. Ich hab Ihr gesagt Sie soll mit Dir reden, damit Du die Sache abbrichst. Dass sah wirklich nicht gesund aus und es war völlig vernünftig aufzuhören. Dein Erdinger vom Samstag steht noch kalt. Wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, müssen wir eins oder zwei…… zusammen trinken. 🙂

    Juli 25, 2011 um 8:15 am

  4. Respekt für diese ENtscheidung!

    VieleGBrüße Tino
    (Ein Fan)

    Juli 25, 2011 um 9:01 am

  5. Arno Hössbacher

    Hut ab, Manni. Auch das muss man erst einmal fertig bringen.

    Schönen Urlaub.

    Gruß Arno

    Juli 25, 2011 um 6:24 pm

  6. Hi Manni,

    schade, aber die Geschichte zeigt, dass du keine Maschine sondern auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut bist.

    Gute Erholung!
    Edgar

    Juli 31, 2011 um 12:02 pm

  7. Pingback: Jahresrückblick 2011 « manfredscherer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s