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Archiv für Juni, 2012

Mentales Aufbautraining Teil 2 – Neusser Sommernachtslauf

Nach kurzem Aufenthalt zu Hause ging es am Samstag schon wieder mit dem Zug nach Neuss. Das nächste Frontrunnerevent stand an und da wollte ich unter keinen Umständen fehlen. Die Berichte vom letzten Jahr waren schließlich alle so positiv dass man da einfach nicht fehlen durfte. Und so entschied ich mich trotz Handicap die Reise anzutreten. Und das hat sich allemal gelohnt. Da schon von einigen Frontrunnern Berichte geschrieben wurden, klaue ich jetzt mal mit seiner freundlichen Zustimmung bei Carsten Stegner. Der wurde jüngst Zweiter beim Rennsteiglauf. Dort brauchte er für die 72km und 1900HM 5:26h, weitere Erklärungen überflüssig. Zum Lauf:

Neusser Sommernachtslauf, die Erste, hieß es für mich – Sommernachtslauf, die Dreißigste für die TG Neuss, denn bereits zum 30. Mal fand diese Traditionsveranstaltung auf dem winkeligen Kurs in Neuss statt. Die Stimmung in Neuss während der Veranstaltung sucht Ihresgleichen und obwohl der vermessene Kurs aufgrund der vielen engen Kurven und Überrundungen auf den 6 ½ Runden nicht Bestzeitzeiten würdig ist, bezeichne ich den Neusser Sommernachtslauf als eine der Veranstaltungen die man durchaus mit dem Hypo-Lauf vergleichen kann.

Für mich als ASICS-Frontrunner ist der Sommernachtslauf natürlich eine „freiwillige Verpflichtung“ der ich liebend gerne nachkomme. Über 30 Frontrunner sind in diesem Jahr der Einladung von ASICS gefolgt und sorgten so für das „gewisse Extra“. Wie im letzten Jahr kamen wir auch diesmal wieder in den Genuss, die heiligen Hallen von ASICS, unweit des ASICS-Zentrallagers für Mitteleuropa, zu besichtigen und einen Blick auf die neueste Kollektion des Frühjahrs 2013 zu werfen. Desweiteren durften wir unsere ohnehin schon perfekte Ausstattung im Musterverkauf erweitern. Mit vollen Taschen erreichten wir schließlich wieder unser Hotel, Novotel Am Rosengarten, und machten uns bereit für den Fußmarsch zum Veranstaltungsgelände.

Im Zentrum der 1,6 km Runde sorgte ASICS mit einem eigens für uns errichteten Areal, mit Massagemöglichkeiten, Getränken und einem leckeren Buffet inklusive Grillfleisch für eine perfekte Versorgung. Doch vor der Kür, die Pflicht. Die „Pflicht“ war in diesem Fall für die meisten der Frontrunner, der 10-km-Lauf, welcher um 18:35 Uhr startete. Wie bereits erwähnt geht es hierbei im Zickzack-Kurs durch die Neusser Innenstadt, vorbei an zwei Musikbands (oder war das eine „nur“ eine Musikanlage?) und durch einen endlosen Zuschauerkanal. Wer Stimmung sucht, der wird sie in Neuss finden!

Ein besonderer Augenschmaus muss es gewesen sein, als wir Frontrunner uns an die Spitze des Starterfeldes begaben. Mehr oder weniger einheitlich, aber selbstverständlich alle komplett im ASICS-Dress, eine Phalanx aus professionell gekleideten Athleten. ;-)

Mehr Schein als Sein? Mit Nichten! Denn mit Fabian Borggrefe und Dietmar Bier, standen Nummer 1 und 2 der DM HM (AK40) und Athleten wie Erik Hass, Johannes Weingärtner, Bruno Schumi (mein Zimmerkollege), Jan-Erik Kruse, um nur einige wenige Topläufer zu nennen, im Dienste der ASICS-Frontrunner. Auch bei den Damen waren die Favoriten in unseren Reihen; u. a. Julia Viellehner, Sonja Oberem – einer weiteren Erklärung bedarf es sicher nicht. Dementsprechend fanden sich die o. g. Namen schließlich auf der Ergebnisliste ganz oben.

Für mich war der Lauf allerdings nur, um mal wieder Wettkampfluft zu schnuppern und sich endlich mal wieder wie ein Sportler zu fühlen. Nach knapp 5wöchiger Laufpause wusste ich nicht so recht wie ich das Ganze angehen sollte. Auch ob dadurch mein Gesundheitszustand in irgendeiner Weise positiv oder negativ beeinflusst wird war mir völlig unklar. Egal Start und los gings. Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten und lief los als wär ich voll im Training. Das dem nicht so war merkte ich ab km 5. da überholte mich Sonja Oberem. Aber nicht weil sie anzog, sondern weil ich dem Trainingsrückstand Tribut zollen musste. Letzendlich war ich dann mehr als zufrieden als noch eine 38:27 rausgesprungen ist.

Über allen Erfolgen stand jedoch meiner Meinung nach die Stimmung unter uns Frontrunner. Es ist unbeschreiblich wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl ist, die Unterstützung die wir uns gegenseitig geben und die Freude über erreichte Erfolge, die einem zuteilwird, findet sich leider in kaum einem Verein. Hier haben die ASICS-Juroren ein wirklich glückliches Händchen bewiesen, als sie aus dem gesamten Bundesgebiet diesen bunten Haufen Laufsportler (nahezu) aller Leistungsklassen ausgewählt haben. Die direkte Betreuung durch Sonja Oberem und Carsten Eich macht dieses Team perfekt!

Bis fast 2 Uhr saßen wir noch in geselliger Runde an der Hotelbar und lauschten und erzählten von sportlichen Höhepunkten, lustigen Geschichten und großen Erfahrungen. Selbstverständlich standen die meisten von uns am nächsten Morgen pünktlich auf der Matte um in mehreren Gruppen die zwei Tage mit einem (mehr oder weniger) lockeren Lauf zu beschließen. Nach dem Frühstück machten wir uns schließlich auf den Weg kreuz und quer durch die Republik. Was bleibt sind die Erinnerungen an zwei perfekte Tage und die Vorfreude aufs nächste Treffen.


Mentales Aufbautraining Teil 1

Schön wars! 3 Tage Berlin sind rum und für den Kopf war das ne richtig feine Sache. Aber der Reihe nach:

Als Asics Frontrunner bekommen wir jedes Frühjahr den sog. Eventkalender via Mail. Dort sind dann die verschiedenen Events gelistet an denen wir als Frontrunner kostenfrei teilnehmen dürfen. Unter anderem wurden da ein paar Frontrunner für Dreharbeiten als „Lauf“ Statisten gesucht. NTV lud zum Dreh ein für die Serie „Running insights“ mit Dr. Matthias Marquart. beim NTV Dreh für Running Insights

Der hat übrigens rausgefunden was ich habe: AMS oder auch liebevoll das „Alte Männer Syndrom“ genannt. Kennt ihr bestimmt. Los ging`s am Dienstag. Um 09:30 Uhr fuhren das Drehteam und wir 5 Statisten in die schöne Uckermark zur Schorfheide um dort die ersten Drehs zum Thema Cross/Trail/Natural Running zu machen. Die meiste Zeit ging für Warten drauf und wenn wir dann durften rannten wir duch Schlamm, über Pfade oder querfeldein durch den Wald. Wirklich anstrengend war das nicht, allerdings machten Mücken und Pollen das Ganze zur Herausforderung. Um 22:00 Uhr waren wir endlich wieder in Berlin und Tag 1 war im Kasten.

Am Mittwoch drehten wir dann an der Spree und an der East Side Gallerie. „Wir“ das waren Virginia, Karin, Jens, Daniel und ich als Statisten , Matthias als Moderator und ein 12 Mann Team mit Visagistin, Kameramann, Tonmann, Assis und Inka als Chefin die jedem sagte Was, Wo, Wie. Zu sehen gibts das Ganze dann frühestens in 4 Wochen. Insgesamt wurde für 8 Spots gedreht und sobald ich die Sendetermine habe werde ich das natürlich an gleicher Stelle posten.

Gestern gabs dann noch mal was für die Ohren. Wie es der Zufall wollte taten sich nach 12jähriger Bandpause Soundgarden wieder zusammen und spielten dann gestern in der Zitadelle Berlin. War ein klasse Abschluss für drei Tage Berlin auch wenns wie aus Eimern goss. Hier habt ihr einen kleinen Einblick über Chris Cornell und Co.

Heute morgen war ich dann wieder daheim und schon morgen früh gehts zum nächsten Frontrunnerevent. Beim Neusser Sommernachtslauf sind wir tatsächlich 31 Frontrunner und zusammen mit Carsten Eich und Sonja Oberem (unseren beiden Betreuern) wird das laut Carsten eines der größten Frontrunnerevents der bisherigen Community History, um beim Anglizismus zu bleiben.

Asics lässt sich auch da nicht lumpen und neben dem Besuch der Firmenzentrale werden wir bestens versorgt mit Massage, Snacks, Grillparty und einem „Open End“ Ausklang bei der Party oder an der Hotelbar.

Sportlich werde ich natürlich nichts Großes vollbringen können aber für die Seele wirds ein Fest. Wenn schon die Hand keinen Deut Besserung zeigt muss man sich ja andersweitig bei Laune halten.

Soviel für den Moment nach dem Lauf gibts natürlich Teil 2 des „Mentalen“ Aufbautrainings.

Hang Loose

Manni