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Mentales Aufbautraining Teil 2 – Neusser Sommernachtslauf


Nach kurzem Aufenthalt zu Hause ging es am Samstag schon wieder mit dem Zug nach Neuss. Das nächste Frontrunnerevent stand an und da wollte ich unter keinen Umständen fehlen. Die Berichte vom letzten Jahr waren schließlich alle so positiv dass man da einfach nicht fehlen durfte. Und so entschied ich mich trotz Handicap die Reise anzutreten. Und das hat sich allemal gelohnt. Da schon von einigen Frontrunnern Berichte geschrieben wurden, klaue ich jetzt mal mit seiner freundlichen Zustimmung bei Carsten Stegner. Der wurde jüngst Zweiter beim Rennsteiglauf. Dort brauchte er für die 72km und 1900HM 5:26h, weitere Erklärungen überflüssig. Zum Lauf:

Neusser Sommernachtslauf, die Erste, hieß es für mich – Sommernachtslauf, die Dreißigste für die TG Neuss, denn bereits zum 30. Mal fand diese Traditionsveranstaltung auf dem winkeligen Kurs in Neuss statt. Die Stimmung in Neuss während der Veranstaltung sucht Ihresgleichen und obwohl der vermessene Kurs aufgrund der vielen engen Kurven und Überrundungen auf den 6 ½ Runden nicht Bestzeitzeiten würdig ist, bezeichne ich den Neusser Sommernachtslauf als eine der Veranstaltungen die man durchaus mit dem Hypo-Lauf vergleichen kann.

Für mich als ASICS-Frontrunner ist der Sommernachtslauf natürlich eine „freiwillige Verpflichtung“ der ich liebend gerne nachkomme. Über 30 Frontrunner sind in diesem Jahr der Einladung von ASICS gefolgt und sorgten so für das „gewisse Extra“. Wie im letzten Jahr kamen wir auch diesmal wieder in den Genuss, die heiligen Hallen von ASICS, unweit des ASICS-Zentrallagers für Mitteleuropa, zu besichtigen und einen Blick auf die neueste Kollektion des Frühjahrs 2013 zu werfen. Desweiteren durften wir unsere ohnehin schon perfekte Ausstattung im Musterverkauf erweitern. Mit vollen Taschen erreichten wir schließlich wieder unser Hotel, Novotel Am Rosengarten, und machten uns bereit für den Fußmarsch zum Veranstaltungsgelände.

Im Zentrum der 1,6 km Runde sorgte ASICS mit einem eigens für uns errichteten Areal, mit Massagemöglichkeiten, Getränken und einem leckeren Buffet inklusive Grillfleisch für eine perfekte Versorgung. Doch vor der Kür, die Pflicht. Die „Pflicht“ war in diesem Fall für die meisten der Frontrunner, der 10-km-Lauf, welcher um 18:35 Uhr startete. Wie bereits erwähnt geht es hierbei im Zickzack-Kurs durch die Neusser Innenstadt, vorbei an zwei Musikbands (oder war das eine „nur“ eine Musikanlage?) und durch einen endlosen Zuschauerkanal. Wer Stimmung sucht, der wird sie in Neuss finden!

Ein besonderer Augenschmaus muss es gewesen sein, als wir Frontrunner uns an die Spitze des Starterfeldes begaben. Mehr oder weniger einheitlich, aber selbstverständlich alle komplett im ASICS-Dress, eine Phalanx aus professionell gekleideten Athleten. ;-)

Mehr Schein als Sein? Mit Nichten! Denn mit Fabian Borggrefe und Dietmar Bier, standen Nummer 1 und 2 der DM HM (AK40) und Athleten wie Erik Hass, Johannes Weingärtner, Bruno Schumi (mein Zimmerkollege), Jan-Erik Kruse, um nur einige wenige Topläufer zu nennen, im Dienste der ASICS-Frontrunner. Auch bei den Damen waren die Favoriten in unseren Reihen; u. a. Julia Viellehner, Sonja Oberem – einer weiteren Erklärung bedarf es sicher nicht. Dementsprechend fanden sich die o. g. Namen schließlich auf der Ergebnisliste ganz oben.

Für mich war der Lauf allerdings nur, um mal wieder Wettkampfluft zu schnuppern und sich endlich mal wieder wie ein Sportler zu fühlen. Nach knapp 5wöchiger Laufpause wusste ich nicht so recht wie ich das Ganze angehen sollte. Auch ob dadurch mein Gesundheitszustand in irgendeiner Weise positiv oder negativ beeinflusst wird war mir völlig unklar. Egal Start und los gings. Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten und lief los als wär ich voll im Training. Das dem nicht so war merkte ich ab km 5. da überholte mich Sonja Oberem. Aber nicht weil sie anzog, sondern weil ich dem Trainingsrückstand Tribut zollen musste. Letzendlich war ich dann mehr als zufrieden als noch eine 38:27 rausgesprungen ist.

Über allen Erfolgen stand jedoch meiner Meinung nach die Stimmung unter uns Frontrunner. Es ist unbeschreiblich wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl ist, die Unterstützung die wir uns gegenseitig geben und die Freude über erreichte Erfolge, die einem zuteilwird, findet sich leider in kaum einem Verein. Hier haben die ASICS-Juroren ein wirklich glückliches Händchen bewiesen, als sie aus dem gesamten Bundesgebiet diesen bunten Haufen Laufsportler (nahezu) aller Leistungsklassen ausgewählt haben. Die direkte Betreuung durch Sonja Oberem und Carsten Eich macht dieses Team perfekt!

Bis fast 2 Uhr saßen wir noch in geselliger Runde an der Hotelbar und lauschten und erzählten von sportlichen Höhepunkten, lustigen Geschichten und großen Erfahrungen. Selbstverständlich standen die meisten von uns am nächsten Morgen pünktlich auf der Matte um in mehreren Gruppen die zwei Tage mit einem (mehr oder weniger) lockeren Lauf zu beschließen. Nach dem Frühstück machten wir uns schließlich auf den Weg kreuz und quer durch die Republik. Was bleibt sind die Erinnerungen an zwei perfekte Tage und die Vorfreude aufs nächste Treffen.

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