immer in Bewegung bleiben

Archiv für Juli, 2012

Erfolgreiche OP….

Bild

Mal ein anderes „All access“ Bändchen. Aber auch damit bin ich in der Uni Klinik in Frankfurt überall rein gekommen. Dann mal der Reihe nach:

Nachdem die OP beschlossenen Sache war bin ich am Dienstag zur Vorbesprechung und Blutabnahme in der Neurochirurgie vorstellig geworden. Mein mich behandelnder Doc Stefan Dützmann machte nochmal einen Ultraschall des Nervs und traf alle Vorkehrungen um ja auch nix falsch zu machen am Folgetag:Bild

Am Mittwoch war ich dann pünktlich um 7:30 Uhr nüchtern auf der Station und um exakt 08:00 Uhr wurde ich, mit OP-Kittel und neckischem Netzschlüpfer, bereits in den Vorraum des OP geschoben. Ein belangloses Geplänkel mit dem Anästesieteam geleitete mich dann ins Reich der Träume aus dem ich dann um 10:15 wieder erwachte. Da wars auch schon rum und ich kam auf ein Zimmer und dämmerte so vor mich hin. Keinerlei Schmerzen und nur mit einem großen Pflaster beklebt war ich dochüberrascht wie schnell und reibungslos bisher alles verlief. Ein Pfleger kam ind hing mich an einen Tropf. Trinken durfte ich auch und um 12:00 Uhr gabs sogar ein Mittagessen (Rührei mit Spinat und Kartoffelbrei, Nachtisch Moccapudding). Das schmeckte sogar und mir gings soweit recht gut. Alle Szenarien, von wegen Dir gehts schlecht und Du hastnen Kobb wie bei einem mordsmäßigen Kater waren also völlig unbegründet.

So nach und nach wurde ich fitter, der Tropf kam ab, ich durfte aufs Klo (musste ich auch anch mittlerweile 2 Flaschen Wasser) und so lag ich im Bett und wartete auf Dr. Dützmann und mein ok zum nach Hause fahren. Da die Wunde noch etwas nachgeblutet hat bekam ich vom Pfleger ein neues Pflaster und konnte erstmals so halbwegs einen Blick auf den Schnitt werfen. Das sieht dann so aus:

Bild

Gegen 15:00 Uhr kam dann auch Dr Dützmann und bereichtete dass alles gut verlaufen sei. Die OP wurde doch vom Herrn Professor durchgeführt und der Engpass im Kubitaltunnel war eindeutig und ziemlich genau auf Höhe des Ellenbogens gewesen. Ich könne nun meine Frau anrufen (die war schon unterwegs) und müsse nur noch auf den Anästesisten warten zur endgültigen Entlassung. Kurz darauf erschien dann auch der Herr Professor. Der war aber eine Sie und kam der Sprache nach aus Österreich. Sie erklärte mir noch einmal genau den Eingriff und prüfte ob ich auch noch alle Finger bewegen könne und ob die Taubheit irgendwie schlimmer geworden sei. Dem war nicht so und damit war sie mindestens genauso zufrieden wie ich. Der Engpass und damit das Eindrücken des Nervs wäre eindeutig und eklatant gewesen.

Von einer Schwester ließ ich mir dann im Flur (da ich vergebens im Zimmer wartete) die Braunüle entfernen und wartete auf meine Entlassung. Als Bilderbuchbeispiel mit „lehrbuchmäßiger“ Symptomatik kam dann noch eine Medizinstudentin und durfte mich auch noch mal untersuchen. Die hat sich richtig gefreut…. Und da gibts doch tatsächlich Neurologen in Aschaffenburg die da anderer Meinung waren…

Kurz nach17:00 Uhr kam dann nach nochmaliger Nachfrage auch der freundliche Anästesist vom Morgen und wünschte mir alles Gute. Da Vicky mittlerweile über eine Stunde schon da war gings endlich nach Hause.

Ausblick: Jetzt muss ich erst mal eine Woche den Arm ruhig stellen. Da umligende Gewebe ist etwas geschwollen und das Ablegen des Arms ist immer wieder spannend, geht aber. Die letzten zwei Nächte konnte ich besser als erwartet schlafen wenn ich auch immer mal wieder wach werde. Das Empfinden in den Fingern und im Handballen sind nach wie vor unverändert. Laut Aussage meines Arztes dauert die Herstellung der Motorik 1 – 2 Wochen. Ich solle ab Mittwoch mit Physio anfangen, also Tennisball kneten und dergleichen. Auch mit dem Lauftraining dürfte ich dann so langsam wieder anfangen.

Die Hertellung des Sensorik könne sich allerdings sehr lange hinziehen. Schlimmstenfalls können sogar diverse Einschränkungen zurück bleiben. Sollte das so sein und es sich rausstellt das die definitiv falsche Diagnose des Aschaffenburger Neurologen und die damit zu spät erfolgten OP daran schuld sind werde ich wohl mal meine Rechtschutzversicherung in Anspruch nehmen… Aber davon gehe ich jetzt erst mal nicht aus. Jetzt heißt es erst einmal viel ruhen, lesen und wenn der Sommer doch noch mal kommt auf dem Balkon die Regeneration genießen. Und wenn dann alles wieder im Lot ist greif ich auch wieder an….versprochen! 

Hang Loose Manni

Advertisements

Neues von der „Kralle“

Heute vor elf!!! Wochen stellten sich aprupt nach dem Lauftraining die Symptome des sog. Sulcus Ulnaris Syndroms ein. Und bis heute hat sich an der Situation nicht das Geringste verändert. Bildlich schaut das dann so aus:

Seither hatte ich nun etliche Ärtze und Heilpraktiker konsultiert und wirklich helfen konnte mir bislang keiner. Auf Drängen meines Hausarztes war ich dann gestern in der Uni Klinik in Frankfurt in der dortigen Neurologie. Nach eingehenden Untersuchungen haben mir dann sowohl der Neurologe als auch der Neurochirurg eindeutig obiges Syndrom bestätigt. Mein Nerv (Ulnaris) ist hochgradig geschädigt und gibt keinerlei Befehle mehr an meine Muskeln weiter. Sowohl sensorisch als auch motorisch führt das dann zu den anhaltenden Ausfällen.

So weit so gut. Zu verdanken habe ich diese verspätete Diagnose wohl meinem behandelnden Neurologen aus Aschaffenburg. Der hatte aufgrund einer Nervenleitgeschwindigkeitsmessung eben dieses Syndrom ausgeschlossen. Ungeachtet der vorhandenen Symptomatik. Egal jetzt ist´s nachgewiesen und kann behandelt werden. Und zwar operativ. Nächsten Mittwoch gehts nach Frankfurt unters Messer. Da wird dann der Nerv freigelegt wieder gängig gemacht und wieder eingepackt. Laut Aussage des Neurochirurgen (ebenfalls Triathlet) kann ich aber eine Woche später schon wieder mit dem Lauftraining beginnen. Rad fahren und Schwimmen dauert zwar noch ein wenig länger, wenn aber alles nach Plan läuft bin ich in 5 Wochen wieder völlig hergestellt.

Mein Training für den Trans Alpine Run habe ich vor 4 Wochen begonnen. Jede Woche einen langen Lauf mit 600 – 1000 HM und an die 100km pro Woche schaffe ich schon wieder ganz gut. Jetzt gilts dran zu bleiben und noch ein wenig Gewicht zu verlieren dann sollte auch der Lauf über die Alpen tatsächlich mit Spaß zu bewältigen sein.

Soviel mal für den Moment, nächter Bericht folgt nach der OP

Drückt mir die Daumen

Manni