immer in Bewegung bleiben

Archiv für Mai, 2013

Marathon Nr 29…und schnellster Unterfranke in meiner neuen AK in Würzburg

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Gehofft ja, dass es aber dann auch so funktioniert, riesig. Bei den Bayrischen/Unterfänkischen Meisterschaften im Marathon am Pfingstsonntag dem 19.05.2013 in Würzburg, kam ich nach 02.49:17 als 18er Gesamt und 4er in der AK45 ins Ziel.

Zusammen mit meinen beiden Vereinskameraden Jogi und Uwe waren wir angereist um den Mannschaftstitel in unserer AK zu holen. Da sowohl Uwe als auch Jogi ihren eigenen Ansprüchen nicht ganz gerecht wurden, war es am Ende immerhin der zweite Platz. Mein größter Respekt gilt hier noch einmal ausdrücklich Uwe. Für ihn war es definitiv die größere Herausforderung trotz seines Einbruchs und der für ihn daraus resultierenden inakzeptablen Zeit, ins Ziel zu Laufen. Nur so konnten wir als Mannschaft zweiter Bayrischer Meister werden.

P1060542 Meine Vorbereitung für den Marathon war alles Andere als ideal. Nach dem Trainingslager auf Malle wollte ich eigentlich wieder so richtig ins Lauftraining einsteigen. Allerdings hatte da mein Ischias was gegen. An Laufen war nicht zu denken. So kam ich in den insgesamt 10 Wochen vor Würzburg auf 30km im Schnitt pro Woche. Lange Läufe hatte ich genau drei (27.04. 28km; 05.05. 26km – Berlin; 12.05. 30 km). Da ich vergangenes Jahr wegen dem Trans Alpine und der daraus resultierenden Achillessehnentzündung vergleichbare Voraussetzungen hatte, erwartete ich also nicht unbedingt dieses Ergebnis. Warum es doch so kam hat sicher mehrere Faktoren. Zum Einen hatte ich schon etliche lange Einheiten auf dem Rad in den Knochen. Die Form ist gut und die Vorbereitung auf Frankfurt am 07.07.2013 wirft seine Schatten voraus.

Zum Anderen bin ich auf dem besten Weg mein Gewicht in den für mich „Ironmantauglichen“ Bereich zu bugsieren. Wenn man aber viel und effektiv trainieren möchte und gleichzeitig auch noch an der „Körperfettschraube“ dreht, bewegt man sich auf einem schmalen Grad. Die schnelle Regeneration nach Training/Wettkampf ist daher sehr entscheidend. Derzeit bin ich in einem Testpool für ein Aminosäuregetränk. („Captain Pain“ regeneriert Sportler die über ihre Schmerzgrenze gehen) Das funktioniert wunderbar. Am Mittwoch vor dem Marathon bin ich noch 150km flott (30,4km/h) Rad gefahren. Davon war allerdings am Sonntagmorgen nix mehr zu spüren. Zum Rennen:

Eigentlich versprachen die Veranstalter ja den „flachsten“ Marathon ever in Würzburg. Pah, dass die sich nicht schämen. Als wir nach wenigen Kilometern das erste Mal über den Main durften war ich ja noch guter Dinge. Allerdings ist und bleibt Würzburg eine langsame Strecke. Immer wieder ging es mal ganz leicht bergan, es galt Pflaster, Schotter oder gar Straßenbahnschienen zu überlaufen und gelegentlich kam auch mal ein kleiner Stutz vom Mainweg wieder hoch auf die Straße. Alles nicht dramatisch, fällt einem aber mit fortschreitender Renndauer doch immer schwerer. Na ja, den Meisten jedenfalls. Ich versuchte beim Blick auf die Uhr,  immer entspannt zu bleiben. Die km Splits waren nämlich alles Andere als gleichmäßig. Einer 04:06, 4:03, 4:07er Serie, folgte auch schon mal ne 3:54. Mit zunehmender Renndauer lief es bei mir immer besser. Ab ca. der Hälfte war ich auch nur noch damit beschäftigt, langsamer werdende Mitstreiter einzusammeln. Der befürchtede Einbruch blieb aus und ich hatte sogar noch genug Kraft das Ziel im Vollspurt zu passieren. Sah für die Zuschauer wahrscheinlich erheiternd aus, da der Athlet den ich 300m vorm Ziel überholt hatte und den ich vermeintlich in meinem Windschatten wähnte, erst 17 Sek nach mir einlief. Egal. ich hatte meinen Spaß und war überglücklich so gut gelaufen zu sein.

Alles in allem bin ich auf dem besten Weg in Frankfurt eine Top Leistung abliefern zu können. Ja ja, das Damoklesschwert „Wetter“ kreist mehr denn je, aber hey, spätestens bis zum 07.07. sollte auch der letzte Regentropfen gefallen sein…

Advertisements

BIG 25 Berlin

Nicht nur das Wetter, auch ich komme immer besser in Form. Doch so sah es kurz nach meinem letzten Artikel, zunächst einmal gar nicht aus. So wie das Wetter, entwickelte sich da leider auch mein Gesundheitszustand. Zu kühl für die Jahreszeit, würde wohl der Meteorologe sagen. Was war los? Eigentlich gar nix Schlimmes. Mein Ischias linksseitig hatte sich entzündet. Das trat Mitte März auf und äußerte sich in stechenden Schmerzen, mit Ausstrahlung nach oben und unten, bei jedem Schritt im unteren Rückenbereich. An Laufen war nicht zu denken.  Nach diversen Arztbesuchen, der ehrgeizigen Behandlung meiner nimmermüden Physios und einem sehr guten Tip von meinem lieben Freund Arnd (Rückenbeschwerden?) ging es sehr sehr sehr langsam, seitdem immer besser. Bis zum Ironman sind es jetzt nicht einmal mehr 9 Wochen und ihr könnt euch vorstellen dass der tiefenentspannte Manni dann doch nicht mehr soooo entspannt war.

Wie auch immer geplant war der Start beim Hypolauf und zwei Tage später dann der 25er in Berlin mit meinen Asics Frontrunnern. Da ich auf dem Rad keinerlei Probleme mit dem Ischias hatte konnte ich so ganz gut meine Ausdauer erhalten und, ganz nebenbei sozusagen, meine Radform gehörig verbessern. Am Freitag war nun also der erste schnellere Lauf nach gut 2 Monaten angedacht. Elke war aus Hannover angereist um erstmals bei uns zu starten und so konnte ich meine Dienste als Pacemaker anbieten, und die Beherbergung als ich in Hannover mal beim Triathlon am Start war, wenigstens teilweise wieder gut machen. Der Test für mich und die Zeit für Elke machten uns beide nur die allerbeste Laune… Das Tempo von 04:28/km machte meinem Ischias keinerlei Probleme und so ging es am Samstag gut gelaunt mit dem ICE nach Berlin.

v.l. Andrea, Daniel, Jens, Sandy, Anne, Manni

v.l. Andrea, Daniel, Jens, Sandy, Anne, Manni

Zu sechst versuchten wir dort unsere Frontrunner Truppe ordentlich zu vertreten und das hat hervorragend funktioniert. Beim Big 25 Berlin konnte man zwischen drei Strecken wählen. 10m, 21,1km und die 25km waren im Angebot (+5×5 Staffel). Andrea ist neu bei uns Frontrunnern und machte gleich mal mächtig auf sich aufmerksam. Von 1055 Frauen die bei den 10km das Ziel erreichten kam sie als Erste über die Ziellinie. Herzlichen Glückwunsch noch einmal! Sandy wurde 11`te, Daniel Fünfter (1240 im Ziel) und Anne wurde mit ihrer Staffel 2te bei den Damen.

Jens und ich gönnten sich die 25. Für Jens war es das erste Mal (25km) und auch er hatte im Vorfeld so seine Probleme. Damit waren wir doch ein prima Team. Kurzerhand entschieden wir uns gemeinsam zu Laufen. Natürlich mit der gegenseitigen Freigabe zum Gas geben, sollte es einem von uns beiden zu langweilig werden….

vorm Start und vor historische Kulisse

vorm Start und vor historische Kulisse

Bei allerbesten Bedingungen standen wir pünktlich um 09:55 Uhr kurz hinter den afrikanischen Jungs und Mädels an der Startlinie um auf denkwürdigen Straßen unsere Hauptstadt zu Fuß zu erkunden. Bei der 33`ten Auflage des Rennens war ein Weltrekordversuch bei den Damen angepeilt. Warum das nicht hingehauen hat weiß ich allerdings nicht. Jens und ich hatten das allerdings nicht vor. Für Jens sollte eine neue Bestzeit herausspringen 🙂 und ich wollte meinen Ischias mal intensiv testen und sehen was ich denn noch so drauf habe. Von Anfang an lief es rund. Mein Rücken machte mir zu keiner Zeit Probleme und mit Jens hatte ich einen sensationellen Wegbereiter mit dem man unterwegs auch immer mal wieder einen kleinen Plausch über diverse touristische Highlights halten konnte. Na ja soweit das eben möglich war bei einem Puls von 160-165 (mein Max Puls liegt bei 172)…Der befürchtete Einbruch aufgrund meines läuferischen Traininsrückstandes (Trainskilometer von Mitte März bis Ende April: 86) blieb aus und so spurteten Jens und ich gemeinsam mit identischer Zielzeit von 01:37:48 über die Ziellinie im Olympiastadion. Damit landeten wir beide auf dem 22 Platz. Bei 2841 Männern die das Ziel erreichten könnt ihr euch vorstellen dass wir sehr zufrieden sind. Der Vollständigkeit halber: Jens wurde 2 ter in der M 35 und ich 5 ter in der M 45.

nach getaner Arbeit, Frontrunner im Glück

nach getaner Arbeit, Frontrunner im Glück…

Alles in allem war das ein tolles Wochenende, mein Ischias macht auch einen Tag später keine Probleme und die Form ist viel besser als befürchtet; so darf das jetzt ruhig weitergehen. Vor dem Ironman am 07.07.2013 stehen jetzt noch drei Wettkämpfe an. In zwei Wochen starte ich beim Würzburg Marathon um mit der Mannschaft Bayrischer Meister in der M 45 zu werden, dann geht s in die Tria Saison mit einem Ligawettkampf in Bruchköbel (Quarterman) und einer Mittedistanz in Münster (Moret).

Soviel mal für den Moment

Manni