immer in Bewegung bleiben

BIG 25 Berlin


Nicht nur das Wetter, auch ich komme immer besser in Form. Doch so sah es kurz nach meinem letzten Artikel, zunächst einmal gar nicht aus. So wie das Wetter, entwickelte sich da leider auch mein Gesundheitszustand. Zu kühl für die Jahreszeit, würde wohl der Meteorologe sagen. Was war los? Eigentlich gar nix Schlimmes. Mein Ischias linksseitig hatte sich entzündet. Das trat Mitte März auf und äußerte sich in stechenden Schmerzen, mit Ausstrahlung nach oben und unten, bei jedem Schritt im unteren Rückenbereich. An Laufen war nicht zu denken.  Nach diversen Arztbesuchen, der ehrgeizigen Behandlung meiner nimmermüden Physios und einem sehr guten Tip von meinem lieben Freund Arnd (Rückenbeschwerden?) ging es sehr sehr sehr langsam, seitdem immer besser. Bis zum Ironman sind es jetzt nicht einmal mehr 9 Wochen und ihr könnt euch vorstellen dass der tiefenentspannte Manni dann doch nicht mehr soooo entspannt war.

Wie auch immer geplant war der Start beim Hypolauf und zwei Tage später dann der 25er in Berlin mit meinen Asics Frontrunnern. Da ich auf dem Rad keinerlei Probleme mit dem Ischias hatte konnte ich so ganz gut meine Ausdauer erhalten und, ganz nebenbei sozusagen, meine Radform gehörig verbessern. Am Freitag war nun also der erste schnellere Lauf nach gut 2 Monaten angedacht. Elke war aus Hannover angereist um erstmals bei uns zu starten und so konnte ich meine Dienste als Pacemaker anbieten, und die Beherbergung als ich in Hannover mal beim Triathlon am Start war, wenigstens teilweise wieder gut machen. Der Test für mich und die Zeit für Elke machten uns beide nur die allerbeste Laune… Das Tempo von 04:28/km machte meinem Ischias keinerlei Probleme und so ging es am Samstag gut gelaunt mit dem ICE nach Berlin.

v.l. Andrea, Daniel, Jens, Sandy, Anne, Manni

v.l. Andrea, Daniel, Jens, Sandy, Anne, Manni

Zu sechst versuchten wir dort unsere Frontrunner Truppe ordentlich zu vertreten und das hat hervorragend funktioniert. Beim Big 25 Berlin konnte man zwischen drei Strecken wählen. 10m, 21,1km und die 25km waren im Angebot (+5×5 Staffel). Andrea ist neu bei uns Frontrunnern und machte gleich mal mächtig auf sich aufmerksam. Von 1055 Frauen die bei den 10km das Ziel erreichten kam sie als Erste über die Ziellinie. Herzlichen Glückwunsch noch einmal! Sandy wurde 11`te, Daniel Fünfter (1240 im Ziel) und Anne wurde mit ihrer Staffel 2te bei den Damen.

Jens und ich gönnten sich die 25. Für Jens war es das erste Mal (25km) und auch er hatte im Vorfeld so seine Probleme. Damit waren wir doch ein prima Team. Kurzerhand entschieden wir uns gemeinsam zu Laufen. Natürlich mit der gegenseitigen Freigabe zum Gas geben, sollte es einem von uns beiden zu langweilig werden….

vorm Start und vor historische Kulisse

vorm Start und vor historische Kulisse

Bei allerbesten Bedingungen standen wir pünktlich um 09:55 Uhr kurz hinter den afrikanischen Jungs und Mädels an der Startlinie um auf denkwürdigen Straßen unsere Hauptstadt zu Fuß zu erkunden. Bei der 33`ten Auflage des Rennens war ein Weltrekordversuch bei den Damen angepeilt. Warum das nicht hingehauen hat weiß ich allerdings nicht. Jens und ich hatten das allerdings nicht vor. Für Jens sollte eine neue Bestzeit herausspringen 🙂 und ich wollte meinen Ischias mal intensiv testen und sehen was ich denn noch so drauf habe. Von Anfang an lief es rund. Mein Rücken machte mir zu keiner Zeit Probleme und mit Jens hatte ich einen sensationellen Wegbereiter mit dem man unterwegs auch immer mal wieder einen kleinen Plausch über diverse touristische Highlights halten konnte. Na ja soweit das eben möglich war bei einem Puls von 160-165 (mein Max Puls liegt bei 172)…Der befürchtete Einbruch aufgrund meines läuferischen Traininsrückstandes (Trainskilometer von Mitte März bis Ende April: 86) blieb aus und so spurteten Jens und ich gemeinsam mit identischer Zielzeit von 01:37:48 über die Ziellinie im Olympiastadion. Damit landeten wir beide auf dem 22 Platz. Bei 2841 Männern die das Ziel erreichten könnt ihr euch vorstellen dass wir sehr zufrieden sind. Der Vollständigkeit halber: Jens wurde 2 ter in der M 35 und ich 5 ter in der M 45.

nach getaner Arbeit, Frontrunner im Glück

nach getaner Arbeit, Frontrunner im Glück…

Alles in allem war das ein tolles Wochenende, mein Ischias macht auch einen Tag später keine Probleme und die Form ist viel besser als befürchtet; so darf das jetzt ruhig weitergehen. Vor dem Ironman am 07.07.2013 stehen jetzt noch drei Wettkämpfe an. In zwei Wochen starte ich beim Würzburg Marathon um mit der Mannschaft Bayrischer Meister in der M 45 zu werden, dann geht s in die Tria Saison mit einem Ligawettkampf in Bruchköbel (Quarterman) und einer Mittedistanz in Münster (Moret).

Soviel mal für den Moment

Manni

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