immer in Bewegung bleiben

3. HimmelswegeLauf


Bei dem Titel für eine Laufveranstaltung, sollte man annehmen dass es sich um eine „himmlische“ Veranstaltung handelt. War es eigentlich auch, allerdings tat es auch höllisch weh….Aber der Reihe nach:

Am längsten Tag des Jahres fand am 21.06.2014 am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra (zeigt die weltweit älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos, und ist ein einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte. Die 3600 Jahre alte runde Bronzescheibe misst 32 cm im Durchmesser und zeigt die Sonne – je nach Deutung auch den Vollmond –, eine Mondsichel sowie insgesamt 32 goldene Sterne) bereits zum dritten Mal, der HimmelswegeLauf statt.

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 Zum Start über die Königsdisziplin im Laufsport (dem Marathon über 42,195 km) stand ich pünktlich um 09:30 Uhr, an der Startlinie in Naumburg an der Saale. Die Vorbereitung dafür lief allerdings alles andere als planmäßig. Bereits im März streckte mich ein Rippenbruch nieder. Als der dann abgeheilt war ereilte mich der nächste Rückschlag in Form eines Muskelfaserrisses in der rechten Wade. Mit lediglich zwei langen Läufen und keinerlei Tempotraining, war mir schon vorher bewusst, dass das eventuell doch nicht ganz so einfach werden könnte. Ich ging dementsprechend mit gedämpfter Erwartungshaltung ins Rennen. Bei einem überschaubaren Läuferfeld (99 Marathonis im Ziel) erhoffte ich mir dennoch ein Plätzchen auf dem Stockerl.

Kein geringerer als die deutsche Lauflegende Waldemar Cierpinski (zweimaliger Olympiasieger im Marathon und einer der 5 Deutschen die jemals unter 2:10 den Marathon beendet haben) schickte mich mit ca. 120 weiteren Startern auf die Strecke die in Naumburg begann und an der Arche Nebra in Wangen endete. Bei 14°C und bewölktem Himmel, schien zunächst einmal alles gerichtet um einem idealen Rennen beste Bedingungen zu bieten. In Unkenntnis der Stecke verließ ich mich auch bei der Topographie auf die nackten Daten. Die besagten es geht immer an der Saale entlang. Ging es auch, allerdings gab es immer mal wieder einen kurzen Abstecher in die angrenzenden Weinberge.

Was also auf dem Papier wie ein vermeintlich „einfacher“ Marathon aussah, entpuppte sich dann als echte Herausforderung. Immer wieder galt es kleinere und größere Hügel zu erklimmen. Hinzu kam ein permanenter Gegenwind auf den Geraden an der Saale entlang. Als dann zum Mitte des Rennens auch noch ein, wenn auch kurzer dafür heftiger, Regenschauer uns duschte, galt es schon alle mentalen Kräfte richtig einzusetzen, um nicht einfach stehen zu bleiben.

Ich lief von Beginn an auf Position zwei und hatte eigentlich über die komplette Strecke ein einsames Rennen. Den Führenden hatte ich bis Mitte des Rennens im Blick. Dann allerdings schwanden mir immer mehr die Kräfte. Das ging aber auch dem späteren Sieger so wie er mir im Anschluss berichtete. Letztlich kämpfte ich mich in 02:55:54 ins Ziel (5 Min nach dem Sieger und 15 Min vor dem Drittplatzierten) und erreichte damit Platz zwei im Gesamtfeld und Platz 1 in der Altersklasse.

Als schöne Überraschung konnte ich dann kurz nach meinem Einlauf noch Joyce begrüßen die kurzfristig aus Berlin angereist war um beim Halbmarathon zu starten. Auch sie wurde zweite und zusammen mit Falk Cierpinski, der den Halbmarathon gewann, landeten alle drei Asics Frontrunner sehr erfolgreich auf dem Siegerpodest. Herzlichen Glückwunsch noch mal an dieser Stelle!!!

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Alles in allem war das ein sehr erfolgreicher Ausflug nach Sachsen Anhalt und landschaftlich ist der Marathon sehr empfehlenswert. Bestzeiten sollte man aber keine erwarten…

 

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